Batteriezellfertigung stärkt den Industriestandort Europa

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Private Investoren benötigen Rahmenbedingungen, die Innovationen in der Zellproduktion ermöglichen. VDMA-Studie rechnet mit 155.000 neuen Arbeitsplätzen, um Nachfrage in Europa zu decken. Der Maschinen- und Anlagenbau liefert die benötigten Produktionstechnologien.

Frankfurt, 27. November 2018 – Die Mobilität der Zukunft wird bestimmt von einem weiter optimierten Verbrennungsmotor und einem Ausbau der Elektromobilität gleichermaßen. Dies belegen die Milliardeninvestitionen, die von den europäischen Autokonzernen für den Ausbau der „E-Mobility“ vorgesehen werden. Eine eigene, von privaten Investoren in Europa initiierte Batteriezellproduktion wäre nach Ansicht des VDMA ein Schritt von enormer Bedeutung, um die Technologieführerschaft im Mobilitätssektor und der stationären Energiespeicherung zu erhalten. Europa sollte eine eigene Souveränität in der Zellproduktion entwickeln. Über den Erfolg der Maschinen- und Anlagenbauer in der europäischen Zellproduktion - und auch global - entscheiden Referenzen und Alleinstellungsmerkmale. „Die strategischen Potentiale Europas liegen in einer geschlossenen Wertschöpfungskette“, sagt  Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA.

Eine im Auftrag des VDMA durchgeführte Studie zeigt zudem, dass durch die prognostizierte europäische Nachfrage nach Batteriezellen insgesamt etwa 155.000 Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Hohe Transport- und Logistikkosten für den Import der Batteriezellen aus Asien sorgen dafür, dass eine Fertigung der Zellen in Europa realisiert wird. Die Arbeitsplätze entstünden sowohl in den Fabriken, als auch in den vorgelagerten Wertschöpfungsketten. Ein Fünftel dieser Arbeitsplätze entfällt auf den Maschinen- und Anlagenbau.

„Die Batterie als Herzstück der Elektromobilität macht 40 Prozent der Wertschöpfung eines Elektroautos aus. 70 Prozent entfallen dabei auf die Batteriezelle. Diese Potentiale können in Europa über eine erfolgreiche Zellfertigung und entsprechende Rahmenbedingungen gehoben werden“, sagt Rauen. „Der Maschinen- und Anlagenbau spielt in der Elektromobilität eine Schlüsselrolle, denn er liefert die notwendigen Produktionstechnologien und Prozessinnovationen, um die Batteriezellproduktion wettbewerbsfähig zu gestalten“, erläutert der stellvertretende VDMA-Hauptgeschäftsführer.

Bessere Rahmenbedingungen gefordert

Entscheidend für den Erfolg einer europäischen Batteriezellproduktion sind gute Rahmenbedingungen, die privaten Investoren den Raum für Innovationen und zur Entwicklung der Technologie geben. „Der Staat darf keine Technologien bevorzugen und andere diskriminieren“, betont Rauen. Der VDMA fordert daher von der Politik in Deutschland und Europa Maßnahmen, die Innovationen und Investitionen anregen, wie etwa eine allgemeine degressive Abschreibung und die Einführung der steuerlichen Forschungsförderung. „Wichtig ist, dass private Unternehmen den Standort Deutschland und Europa so attraktiv finden, dass sie hier in die Batteriezellproduktion investieren“, resümiert Rauen.

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